Meine Einstellung zur Arbeit: keine Lust

Eros hat ein Problem mit der Tretmühle Alltag. Etliche Versuche eine Ausbildung zu machen scheiterten, das Abitur kurz vor Ende geschmissen, kein Praktikum gefiel. Es wurde dann doch eine Bürokaufmannslehre, aber eher wegen den Bürozeiten, als der Interesse wegen. Momentan lebt Eros von Hartz4 – glücklich, wie er sagt.
Eros: Seit August 2007 gehöre ich zu den von vielen hier sehr geschätzen Hartz4-Empfängern und ich habe definitiv nicht vor, an diesem Zustand etwas zu ändern. Ich habe viel Freizeit, kann meinen Tag so gestalten, wie ich es möchte und fühle mich seit ich arbeitslos bin besser denn je.
Appel: Und du hast einfach gar keine Interessen oder was?
Eros: Natürlich habe ich auch einige Interessen. Ich treibe fast täglich mehrere Stunden Sport, unternehme was mit Freunden oder mit meiner Freundin. Ich interessiere mich für Politik und Psychologie. Alles Interessensgebiete, die sich sehr gut ohne eine berufliche Tätigkeit
vereinbaren lassen.
Jimmy: Sei froh, daß die anderen wenigstens solidarisch sind. Denn durch die kannst du dich ernähren. Aber mal später nicht rumjammern-gell! Chancen haste ja- hast halt keinen Bock-gell?
Ulf: Kotzt mich jetzt doch ein bischen an, daß es auch meine Steuergelder sind, die es diesen Typen ermöglichen online zu gehen und seine jämmerliche Lebensgeschichte zu veröffentlichen.
Eros: Ich mache mir wenig Gedanken darum, was später mit mir ist, denn langfristig gesehen, sind wir sowieso alle tot. Das Geld werden sie uns Arbeitslosen schon nicht streichen, denn dann hätten wir hier in Deutschland bürgerkriegsähnliche Zustände. Und das würde dem Staat weit mehr kosten, also die Leistungen für das Arbeitslosengeld 2.
Ideel: Wärst du doch nur in der DDR, dem deutschen Reich oder der Sowjetunion mit deinen
verkorksten Ansichten. Du würdest selbst staunen, wie schnell deine Arbeitsmoral steigen würde.
Eros: Du bist ein Kleingeist, aber das ist in Ordnung. Die meisten Menschen sind Kleingeister und daher nur schwer in der Lage mal über ihren beschränkten Tellerrand zu blicken.
Susi: Also, es ist sicher so, daß man nicht arbeiten muß, um glücklich zu sein. Insofern bist du mir sogar weit weniger suspekt als Leute, die behaupten, daß sie sich ein Leben ohne Arbeit nicht vorstellen könnten. Arbeit ist kein Selbstzweck, sondern ein Mittel zum Zweck. Ich würde mich in deiner Situation wahrscheinlich weniger gut fühlen. Nicht, weil ich so gerne arbeite,
sondern, weil ich gewisse Ansprüche habe, die ich mir mit Hartz IV nicht erfüllen könnte.
Tobi: Typischer Fall von faulem Sack…
Mumps: Begriffe wie “asozial” sind nicht mehr zeitgemäß, denn bei derart hohen Arbeitslosenzahlen kann man nicht mehr von einem Individualverhalten sprechen, welches sich konträr zur arbeitenden Gesellschaft zeigt. Und die Arbeit wird durch den technischen Fortschritt weiter abnehmen. Sind irgendwann 80% der Bevölkerung “asozial”, weil 20% noch arbeiten?
Sporty: Ich glaube jeder, der da draußen lebt, kennt mindestens einen dieser Eros. Übrigens meine Mieter (h4) sind überaus geschmackvoll eingerichtet, muß man anerkennen. Komm zwar selten rein, aber alles vom feinsten. Das Arbeiten allerdings, haben sie nicht erfunden.
Gerry: Bill Gates ist nicht durch faules Schmarotzen reich geworden!
Quatschi: Bill Gates ist das Paradebeispiel eines Schmarotzers, der sich dank der Kreativität, der Leistung und des Einsatzes ANDERER, nämlich seiner Angestellten, im ungebührlichen Luxus s
uhlen kann. Übrigens trifft das auch für das restliche Unternehmer-Gesindel zu.
Obi: @ Eros. Dein Posting zeigt mir, daß du bereits jetzt im zarten Alter von 26 Langeweile hast. Hast Du denn schon “Grand Theft Auto 4″ komplett durchgespielt?
Elli: Oder an Organspende gedacht, falls überhaupt was zu verwerten ist? Da solche Figuren meist alkohol- und drogenverseucht sind, wird nur die physische Abstellung übrig bleiben.
Golan: Beifall!!! Machst es genau richtig! lässt Dich nicht von so einer Kapitalistensau ausbeuten! Hol´ raus aus diesem Abzockerstaat was geht und mach Dir ein schönes Leben. denn du hast ja den Luxus von Zeit! Auf das gejaule der Bornierten muß man ja bei deinem Beitrag nicht lange warten. O-Ton: uääh – “ich finanziere mit meinen Steuern deine Freizeit”, heul! Richtig so!
Diese Hirnis sollen weiter Dreck fressen, die brauchen das!
Eros: Ich für meinen Teil bin weder alkohol- noch drogenverseucht und Nichtraucher. Hauptsache man kann mit seinen kleinlichen Vorurteilen um sich werfen. Die Wahrscheinlichkeit ist also groß, daß meine Organe noch gut sind. Ich hätte noch eine Niere zu vergeben, Interesse?
Ideal: Sie übernehmen keine Verantwortung für ihr Dasein. Das ist der größte Verrat von allen.
Eros: Wenn du meinst, damit kann ich gut leben. Den größeren Verrat an die Moral begehen die Politiker und Wirtschaftsbosse und das wird dieses Land eher in den Untergang führen als ein paar ALG2-Empfänger.
Bubi: Würdest du ihn abmurksen wollen, nur weil er ein bischen faul ist?
Ideal: “Abmursken” wäre mir als kultivierten Menschen doch zuviel. Ich würde ein Arbeitslager in Erwägung ziehen und das sage ich ganz offen. Die Arbeit dort müßte sinnvoll sein und der Gemeinschaft nützen. Die Arbeitsbedingungen sollten human sein. Eine medizinische Aufsicht sowie gerechte Verpflegung wären gewährleistet. Allerdings auch Zucht und Ordnung.
Koller: Zu jeder blutrünstigen Diktatur gehört ein Geist, der sie trägt. Wenn man sich die Beiträge in diesem Strang zu Gemüte führt, dann dann ist dieser Geist klar erkennbar.
Sporty: Der wolf versucht sich schon jahrtausende im schafspelz zu tarnen …
Es grämt ihn nur, daß auf den Trick nicht alle Schäfchen reinfallen.

Wenn man bedenkt, wer von Steuergeldern lebt – und nicht unbedingt sinnvolles verrichtet (Man werfe einen Blick nach Brüssel), dann müss man sich über das bissl Hartz4 keine besorgten Gedanken machen