Pisa Studie: Eine vorhersehbare österreichische Blamage
Die diesjährigen PISA-Resultate sind durch einen Schülerboykott beeinträchtigt – Diese einmalige Dummheit ist aber nicht das Problem – sondern der ÖVP-Unwille zu einer tiefgreifenden Schulreform.
Cathy: Darf man dem low profile Kronenblatt Glauben schenken und das veröffentlichte Beispiel ist tatsächlich ein Original Frage Beispiel der Pisa Studie. Muß man sich mehr Sorgen um die Fähigkeiten der Fragegestalter machen. Und sich darüber freuen, daß in Österreich die SchülerInnen wenigstens noch logisch genug denken können, und nicht verblödet antrainiert halbrichtige Antworten anzukreuzen. In Wahrheit ist es wohl eher ein Test wie verblödet und systemkonform die Kinder bereits sind.
Hella: Danke für diesen artikel. leider wird er im ösi-land auf politischer ebene niemanden kratzen. bildung ist kein anliegen der herren. und die zwei engagierten frauen Schmid und Karl stehen im dauerregen … zum verzweifeln.
Stenzel: Die zwanzig % Pisaverlierer plus das natürliche vorhandensein von 5-10% Arschgeigen ergeben in etwa das Wählerpotenzial derFfpö
Netti: Wieso ist streik ein Armutszeugnis für Schüler? ich würd eher vom gegenteil ausgehen. Außerdem greift die ganze Bildungsdiskussion zu kurz. solange interesse an einer Klassengesellschaft mit arm und reich vorhanden ist, wird sich da nichts grundlegendes ändern. Denn die probleme sind strukturelle und nicht persönliche, obwohl das viele negieren wollen. Ist doch besser, die Schuld einzelnen in die Schuhe zu schieben, als allen Beteiligten. Den herrschern wie den beherrschten.
Global: Abgesehen von Systemfragen, hat vielleicht schon mal jemand daran gedacht, dass die Österreicher rein statistisch intellektuell unterentwickelt sind, im Vergleich zu anderen EU Ländern. Die Tourismusindustrie fordert kein hohes intellektuelles Niveau, hochbegabte MINT-Absolventen verlassen das Land Richtung Schweiz und Bayern ….
Walli: Oh, Nationalismus mal andersrum! Mal was Neues, schön.
WaltDisi: Wie hat mein Sohn vor kurzem gefragt, er hat geglaubt, dass er in die Schule geht, um was zu lernen. Er hat eher den Eindruck, dass es darum geht die Autoritaet des Direktors durchzusetzen, zu lernen, dass man nach oben kuscht und nach unten tritt und Phantasie nicht zaehlt sondern Wohlverhalten und Anpassung an das Mittelmass. Wir arbeiten daran, ihn zu ueberzeugen, das ganze nicht hinzuschmeissen. Er hat kein Problem durchzukommen, es geht darum, dass wir ihm zu erklaeren versuchen, sich zu fuegen, Ungerechtigkeiten teilweise auch Ungesetzlichkeiten nicht zu hinterfragen und sich seine Zukunft nicht zu verbauen.
Levi: Bringen sie ihrem Sohn bitte den aufrechten Gang bei.
TomTom: ÖVP oder die SChule ist Schuld. ”Diese Risikogruppe (deutlich mehr Schüler als Schülerinnen) ist größtenteils ein Produkt der Hauptschule” Kann es sein, dass die Risikogruppe dem Lernen keine Bedeutung beimisst? Dass die Eltern keine Lust verspüren, ihren Nachwuchs etwas vorzulesen?
Elsi: Ist ja nur ein Vergleich…So schlecht kann das Ergebnis nicht sein. Bei der Durchsicht nachstehender Postings, versuchte ich mich am Sinn erfassenden Lesen. Ich bin, ob des vielen Unsinns, kläglich gescheitert. Da es aber, so hat es den Anschein, eine Vielzahl von wahren Experten gibt, (hier im Forum) schlüge ich der Regierung vor, früge sie mich, diese Damen und Herrn im Expertenteam doch anzuhören und die Bildungs/Ausbildungskompetenz in deren Hände zu legen.
Walli @Elsi: Scheis.ser! “Schlüge vor” und “früge” sind Formen des Präteritums, also hier falsch. Hört sich aber klug an, fast so gut wie Bestriche zwischen Subjekt und Prädikat. Ich hoffe, ich habe das richtig formuliert, so als zweitklassiger Hauptschüler.
Elsi @Walli: sind persönliche Beleidigungen wirklich notwendig? hab ich sie irgendwann mal beleidigt? sind sie eingeschnappt weil ich irgendwann mal ihre Argumente angezweifelt hab? oder freuen sie sich blos wenn sie jemand beschimpfen können? wenn das so ist, dann tun sie sich keinen zwang an …ich halt das aus…also los, lassen sie es raus…schreiben kann auch therapie sein.
Walli @Elsi: Wo finden Sie eine persönliche Beleidigung? Oder sind Sie beleidigt, weil Sie Unrecht haben? Na denn, Gute Nacht! Und: seins a bissal brav!
Benni: Also scheis.ser könnte man durchaus als beleidigung auffassen.
Walli: “Scheis.er” ist eine Mozart (als Popstar des Bürgertums) in den Mund gelegte Bezeichnung für den Adel. Sie sollte ausdrücken, dass der Adel auch nur so tut, als ob er Orangen (damals ein absolutes Luxusprodukt) scheissen täte, aber auch nur mit Wasser kocht.
Quelle: derStandard.at